Krankheitsbilder

Einige Krankheitsbilder in der Übersicht.

Benignes Prostata Syndrom (BPS)

Das Benigne Prostata Syndrom - die gutartige Vergrößerung der männlichen Prostata (auch Vorsteherdrüse genannt) und seine Symptome

Die Prostata ist das Organ des Mannes, welches am häufigsten jenseits des 60. Lebensjahres erkrankt. Dabei handelt es sich um einen krankhaften, das Gewebe dieser Drüse betreffenden Prozess.Es kommt hierbei zu einer gutartigen Wucherung verschiedener Gewebeanteile. Im Ergebnis dieser gutartigen "Wucherungen" stehen dann verschiedene mehr oder weniger ausgeprägte Beschwerden das Wasserlassen betreffend im Vordergrund. Etwa 70-80% aller 70jährigen Männer entwickeln diese Beschwerden in ganz unterschiedlichem Ausmaß. Der Prozess beginnt für die Mehrzahl der betroffenen Männer so allmählich, daß diese Veränderungen zunächst auch wenig oder überhaupt nicht als belästigend empfunden werden. Aus diesem Grunde ist es in jedem Falle wichtig auch nur gering wahrgenommene Veränderungen beim Wasserlassen dem behandelnden Urologen mitzuteilen. In vielen Fällen wird dies wohl zunächst auch beim Hausarzt geäussert werden.

Symptome dieser gutartigen Prostataveränderungen sind :

1. Das Empfinden die Blase nach dem Wasserlassen nicht vollständig entleert zu haben

2. Kurze Zeit nach erfolgter Blasenentleerung ein weiteres Mal Harndrang zu verspüren

3. Der Vorgang des Wasserlassens kann manchmal nur schwer eingeleitet werden, es ist ein Drücken oder Pressen nötig (zumeist in den Morgenstunden nach dem Aufstehen)

4. Der Harnstrahl ist dünn und schwach und kann in manchen Fällen auch häufig unterbrochen sein , bevor es dann weitergeht ("Harnstottern")

5. Der Harndrang kommt ganz plötzlich und überfallartig und ein Aufhalten ist kaum noch möglich

6. Es ist nötig, z.T. auch mehrfach in der Nacht die Toilette zum Entleeren der Blase aufsuchen zu müssen.

Oft ist es  so, daß nur einzelne Symptome im Vordergrund stehen und dies auch in unterschiedlicher Intensität. Der Einzelne empfindet die verschiedenen Symptome als mehr oder weniger belästigend. Wenn man seine Lebensqualität durch diese Veränderungen als eingeschränkt empfindet und einen Leidensdruck entwickelt, dann sollte in der Regel eine Behandlung erfolgen. Diese kann natürlich auch in Anpassung an ganz objektive Befunde , die nur der Urologe mit seinen diagnostischen Möglichkeiten hat, sehr unterschiedlich sein.

Sprechen Sie diese o.g. Veränderungen an , die Sie an sich bemerken. Sei es in der Vorsorgeuntersuchung oder auch wenn allein die Beschwerden Sie zu uns führen.

Eins sei noch ganz klar gesagt : Mit Prostatakrebs hat eine gutartige Prostatavergrößerung nichts zu tun!  Prostatakrebs, der behandlungsbedürftig ist, verursacht  in der Regel keine frühen Symptome, die das Wasserlassen beeinträchtigen! Gerade aus diesem Grunde ist es  wichtig für Ihre Gesundheit die Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig wahrzunehmen.

Wenn Sie Fragen haben sprechen Sie uns an, in erster Linie dadurch, daß Sie einen Sprechstundentermin mit uns vereinbaren.

Ihr Praxis Team



Früherkennung von urologischen Krebserkrankungen

Der Früherkennung von Krebserkrankungen, auch Vorsorge genannt,kommt in mehrfacher Hinsicht eine große Bedeutung zu. Zum einen ist es wichtig, eine bösartige, unter Umständen das Leben bedrohende Erkrankung so rechtzeitig zu erkennen, daß diese mit den vorhandenen und in erster Linie wissenschaftlich begründeten Therapiemethoden mit dem Ziel der Heilung behandelt werden kann. Andererseits spielen bei dieser Betrachtung auch gesundheitsökonomische und durchaus auch volkswirtschatlich wichtige Sichtweisen eine nicht unwesentliche Rolle.

 Nach statistischen Erhebungen des Robert-Koch-Institutes (RKI) von 2010 machen > 40% aller bösartiger Tumorerkrankungen Tumoren des Uro-Genital-Bereiches aus.

Bei den Männern steht dabei der Prostatakrebs mit > 26% Anteil an den urologischen Krebserkrankungen an erster Stelle. An vierter Stelle steht der Blasenkrebs, an sechster Stelle der Nierenkrebs und an zwölfter Stelle der Hodenkrebs.

Bei den Frauen machen die bösartigen Tumorerkrankungen des Uro-Genital-Bereiches  > 7% an der Gesamthäufigkeit aller bösartiger Tumoren aus.

Dabei steht der Blasenkrebs bei den Frauen an siebenter und der Nierenkrebs an zehnter Stelle.

Ebenfalls vom Robert-Koch-Institut (RKI) statistisch ermittelt, wurde für 2012 eine geschätzte  Anzahl von Neuerkrankungen an Prostatakrebs von 67.600 Tsd. Die Todesursache "Prostatakrebs" nahm mit 12.000 Tsd Fällen im Jahr 2012 den 3. Platz in der Todesursachenstatistik ein.

Sehr geehrte  Patientin, sehr geehrter Patient,

Sie mögen an diesen Zahlen erkennen, wie wichtig eine Früherkennungsuntersuchung ist.

Welche Bedeutung die Prävention , also das Vorbeugen einer Erkrankung, für einen selbst hat und ob Krebs immer gleich lebensbedrohend sein muss, wird eines der nächsten Themen auf unserer website sein.

Die Früherkennung und die Beratung zu Prävention von urologischen Krebserkrankungen bieten wir Ihnen in unserer Praxis in vielfältiger Form an.

Ihr  Praxis Team

 



Wissenswertes zur Medizingeschichte

Liebe Patientinnen und Patienten,

wußten Sie eigentlich, daß der Preußenkönig "Friedrich der Große" ( geb. am 24. Januar 1712 - gest. am 17. August 1786 ) als großer Staatsmann, Feldherr und Philosoph neben all seinen mannigfaltigen Aktivitäten und Verdiensten auch ein sehr großes Interesse an der Medizin seiner Zeit hegte ? Nicht zuletzt auch aus Gründen schmerzlicher Erfahrungen mit der eigenen Gesundheit.

Wenn Sie weit mehr darüber wissen wollen, dann empfehlen wir Ihnen die Lektüre des Buches :

Friedrich der Große - der Patient, seine Ärzte und die Medizin seiner Zeit

Autor Professor Dr. Dirk Fahlenkamp, Herausgeber Edition Rieger, in 2 Auflagen, zuletzt 2012



Von der Historie zur Moderne der Harninkontinenz (Unvermögen den Harn zu halten)

"Eine eben so gemeine als lästige Krankheit der Männer von hohem Alter, besonders von großer Lebensconsumtion, ist ein unwillkürliches Wegtröpfeln des Harnes,entweder wegen einer Unfähigkeit der Harnblase, den Harn zur Ansammlung aufzunehmen, und zu fassen, oder ein Unvermögen ihn gehörig wegzulassen. Trieb und Ausfliessen des Harnes ereilen einander so schnell,daß es dem Patienten an Zeit fehlt, nach dem Geschirr zu langen. Bisweilen zeigt sich das Unvermögen den Harn zu halten, blos des Nachts"

Mit diesen Worten beschreibt Samuel Thomas von Soemmering die Incontinentia urinae . Seine Abhandlung findet sich in der Schrift "Über die tödlichen Kranckheiten der Harnblase und Harnröhre alter Männer " , die anno 1808 von der Kaiserlich Königlich Medicinisch-Chirurgischen Josephs-Akademie zu Wien mit einem Preis - er war mit 200 Gulden dotiert - ausgezechnet  wurde. Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, dann schauen Sie demnächst mal wieder rein...

"Blase,Kopf und Rezeptoren - von der Historie zur Moderne der Harninkontinenz" , MEDICINEUM (roots, facts, visions)

Idee und Konzepte medbrain - die  Ideenfabrik, Wiesbaden,

Text :Dr.med. K.F.Gruber-Gerardy, Wolfgang Merz

bei Univers GmbH , mainz



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